Aquinas Morning Briefing
Freitag, 30. Januar 2026 | Gedenktag der Hl. Martina
Die große Liquidation.
Die Märkte sind heute Morgen in einer ernüchternden Realität erwacht. Das Narrativ der „makellosen Disinflation“ ist an der Härte des Anleihenmarktes zerschellt. Die 10-jährige US-Staatsanleihe hat eine gewaltige Neubewertung auf 4,24 % (+23 Basispunkte) erfahren und wirkt wie eine Abrissbirne auf alle Anlagen mit hoher Duration. Dies ist keine bloße Korrektur; es ist ein handfester Liquiditätsschock.
Die Liste der Opfer ist beträchtlich. Gold (XAU), der vermeintlich sichere Hafen, wird massiv abverkauft und fällt um atemberaubende 6,15 % auf 5.044 USD. Wenn an den Märkten die „Margin Calls“ ausgelöst werden, verkaufen Fonds das, was sie können, nicht das, was sie wollen. Wir werden Zeuge eines klassischen „Dash for Cash“-Szenarios, in dem der USD aufwertet (EURUSD < 1,19) und alles andere – einschließlich Bitcoin – sich dem Dollar beugt.
„Die Natur verabscheut das Vakuum, doch die Märkte verabscheuen Divergenzen.“ Wir haben lange davor gewarnt, dass Vermögenspreise nicht auf hohem Niveau verharren können, während die Kapitalkosten (Renditen) steigen. Heute fordert schlichtweg die Schwerkraft ihr Recht ein. Der Sturz des „Goldenen Kalbes“ ist eine Mahnung: In der Finanzwelt gibt es keine Götzen, nur Bewertungen.
Es sei darauf hingewiesen, dass **Aquinas Private Clients** bereits am Mittwoch auf genau diese Fragilität aufmerksam gemacht wurden. Unser proprietäres Moral Hazard & Liquidity Model erkannte die Divergenz in der Volatilität der Anleihen, bevor sie die Schlagzeilen dominierte. Dies ermöglichte unseren Partnern, ihre Edelmetallpositionen deutlich vor dem heutigen Absturz abzusichern.
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